Uhr lernen

Uhr lernenEr gehört zur täglichen Routine. Dabei bewältigen wir ihn so oft, dass es uns gar nicht mehr auffällt: Der Blick auf die Uhr ist für viele von uns notwendig, umrechtzeitig die Bahn zu erreichen, einen Termin wahrzunehmen oder über das Ende der Arbeitszeiten befinden zu können. Doch was für Dich keine Herausforderung mehr darstellt, ist eine hohe Hürde für das Kind. Manch einer von uns erinnert sich noch an die Widrigkeiten, als wir selbst die Uhr lernen wollten. Das mag einfach aussehen, ist es aber nicht. Gerade die Eltern sollten dabei mit viel Geduld helfen und keinesfalls über Zwang agieren.

 

Welche Uhr eignet sich?

Zunächst kommen nur solche Uhren infrage, die über Zeiger verfügen. Digitaluhren sollten dagegen ohnehin bei einem Kind nicht zum Einsatz kommen. Idealerweise kann dafür ein alter Wecker verwendet werden. Nicht selten liegt auch irgendwo noch eine ausrangierte Küchenuhr herum. Ebenfalls denkbar ist es, eine solche Uhr selbst zu basteln. Eine Pappscheibe mit den kreisförmig angeordneten Zahlen sowie das Anbringen zweier unterschiedlich langer Zeiger reicht dabei schon aus. In diesen Prozess kann auch das Kind einbezogen werden. Mitunter wird es dabei spielerisch die Uhr lernen oder doch zumindest die Grundzüge begreifen. Bunte Farben sorgen zudem für viel Spaß beim Erlernen.


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Die ganze Stunde

Will das Kind die Uhr lernen, so solltest Du zunächst beide Zeiger auf die 12-Uhr-Stellung legen. Sie ist der Ausgangspunkt. Bewege den kleinen Zeiger nun einen Schritt weiter, nachdem Du dem Kind erklärt hast, dass sich alle Zeiger stets nach rechts im Kreis bewegen. Dort, wo die nächste Markierung steht, befindet sich 1 Uhr oder eben 13 Uhr. Wiederum eines weiter liegt bereits 2 Uhr. Nimm Dir für jeden dieser Schritte die nötige Zeit und schau dabei genau hin, ob das Kind auch versteht, was Du ihm beibringst. Die vollen Stunden erweisen sich dabei aber selten als Problem.


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Viertel und halbe Stunden

Etwas schwieriger gestaltet sich das Ganze, wenn die viertel und halben Stunden vermittelt werden sollen. Bei den halben Stunden verfährst Du genauso wie bei den vollen Stunden: Lege beide Zeiger auf die 6-Uhr-Stellung und erkläre, was sich zeitlich tut, wenn zunächst der kleinere von ihnen ein Stück weiter wandert. Nun beziehst Du auch den größeren der beiden ein: Was verändert sich, wenn er auf der 9 sowie der 3 zum Stehen kommt? Es geht meist sehr einfach, wenn Du jedem dieser Schritte die nötige Beachtung schenkst. Damit kann das Kind problemlos die Uhr lernen.

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Die restlichen Zeiten

Wichtig ist es, für alle bisherigen Schritte wirklich mit viel Geduld zu agieren und das Wissen zu festigen. Geht es nämlich erst einmal an die Vermittlung der einzelnen Minuten, stellen sich nicht selten Probleme ein. Die verwendete Uhr sollte dabei über Markierungen im Abstand von 5 Minuten verfügen. Auf ihnen kannst Du nun den großen Zeiger variieren. Erläutere dem Kind je nach Weite der Entwicklung auch die unterschiedlichen Bezeichnungen einer Zeit: 9.50 Uhr ist stets auch „10 vor 10“. Soll das Kind die Uhr lernen, so sind etwa zwei Wochen einzuplanen, an denen mehrere Minuten am Tag geübt wird.

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